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Kuriosa

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Alligatoren und Schwarzbären als Gefängniswächter

Alligatoren und Schwarzbären als Gefängniswärter NEW ORLEANS – In einem Gefängnis im US-Bundesstaat Louisiana sorgt ein Bär für zusätzliche Sicherheit.

"Ich liebe diesen Bären genau dort, wo er ist", sagt der Aufseher Carl Cain. "Keiner unserer Insassen wird versuchen nachts hinauszuschleichen, wenn er auf einen grossen Bären stossen könnte."

Diese zusätzliche Wache koste den Steuerzahler keinen Cent. Ausserdem lauern auf dem Gelände de Haftanstalt weitere gefährliche Wildtiere wie Alligatoren, Klapperschlangen und Wildschweine, wie die Gefängnisleitung erklärte.

Der Bär wurde zum ersten Mal am Freitag auf dem weitläufigen Gelände des Hochsicherheitsgefängnisses gesehen. Gefängnisangestellte massen die Fussabdrücke des Schwarzbären und schätzten das Tier auf rund 200 Kilogramm.

(News, 7. Mai 2008, Seite 9)


Massgeschneiderter Taucheranzug für Pinguin

Ein massgeschneiderter Taucheranzug hat einem frierenden Pinguin im Aquarium von San Francisco wieder auf die Sprünge geholfen. Über Wochen hinweg hatte das Tier Federn und damit seinen Kälteschutz verloren. Der 25 Jahre alte Pierre hatte wochenlang fröstelnd vom Beckenrand seinen Artgenossen im Wasserbecken zugeschaut. Ein Neoprenanzug, wie ihn Wellenreiter und Taucher zum Schutz gegen kaltes Wasser tragen, brachte schliesslich Abhilfe. Die Sorge der Biologen, dass Pierre in dem ungewöhnlichen Outfit von seinen Artgenossen beargwöhnt würde, bestätigte sich nicht.

(NZZ, 26./27. April 2008, Seite 13)




Tai Chi zum Wohl der Milchkühe

Jeden Morgen macht der britische Farmer Rob Taverner aus Exeter zehn Minuten lang Tai Chi für seine 100 Milchkühe. Seine Tiere seien sonst eher übermütig, sagt der Biobauer. Es beruhige sie, ihm zuzuschauen. Und glückliche, entspannte Kühe seien produktive Kühe – die Milch wird üppiger fliessen. Dass Tai Chi Menschen gut tut, haben viele Studien belegt. (hbr)

(Tages-Anzeiger, 19. April 2008, Seite 14)




Die rauchende Schildkröte

PEKING – Es begann als ein Spass: Irgendwann steckte Her Yu, ein Raucher aus dem Norden Chinas, seiner Wasserschildkröte eine brennende Zigarette in den Mund. Sie fand so grossen Gefallen daran, dass sie eine regelmässige Raucherin geworden ist. "Sie schein jetzt richtig süchtig zu sein", sagte Yu  der chinesischen Agentur Xinhua. "Wann immer ich eine rauche, steckt sie den Kopf aus dem Wasser und zappelt herum, bis ich ihr den Stummel gebe." Yu demonstrierte das den Reportern, die beobachteten, dass das Tier vier Minuten brauchte, um eine Zigarette zu rauchen. Er habe, sagte ein Tierexperte, von einer rauchenden Schildkröte noch nie etwas gehört. Ein Glück, dass es Experten gibt, die einem solch erleuchtende Einsichten verschaffen können.

(Tages-Anzeiger, 29. März 2008, Seite 12)




Conan betet mit Herrchen

TOKIO – Gebetshund Conan ist die Attraktion in einem buddhistischen Tempel im Süden Japans. Jetzt soll der Vierbeiner auch noch das Meditieren lernen.

Der schwarz-weisse Chihuahua ahmt jeden Morgen und jeden Abend sein Herrchen, den Priester Joei Yoshikuni, nach, indem er sich vor dem Altar auf den Hinterbeinen aufrichtet und die Vorderpfoten wie zum Gebet zusammenlegt. Das eineinhalb Jahre alte Tier habe sich dies innerhalb weniger Tage angeeignet und müsse nicht dazu aufgefordert werden, sage Yoshikuni gestern.

"Ich glaube, er hat gesehen, wie ich das immer mache, und ist auf die Idee gekommen, es auch zu tun." Und er ist überzeugt: " Dank meinem Hund besuchen jetzt mehr Menschen den Tempel. Das ist doch toll." So sieht es auch Kazuko Oshiro (71), der den Tempel seit 25 Jahren frequentiert. "Wir haben alle Freude an Conan. Wehe, wenn jemand an seinem Platz beten will. Dann bellt er einen an."

Jetzt versucht der Priester des Shuri-Kannondo-Tempels in Naha auf Okinawa, den Hund das Meditieren zu lehren. "Eigentlich versuche ich nur, ihn dazu zu bekommen, stillzusitzen, während ich meditiere", schränkt er ein.

(20 Minuten, 25. März 2008, Seite 15)




Der fliegende Chihuahua (1)

SYDNEY – Wenn Herrchen immer einen Gleitschirm fliegt, will man als treuer Hund natürlich gerne einmal mitfliegen. Der Wunsch eines Chihuahua in Australien wurde am Wochenende erfüllt – er durfte mit, an die Brust seines 42-jährigen Besitzer geschnallt. Doch, ach, es war nur ein kurzer Flug. Herrchen war vielleicht zu nervös, Hundchen zappelte vielleicht zu sehr, Jedenfalls krachte das ungleiche Paar nach kurzer Strecke in einen Baum – und blieb in 35 Meter Höhe hängen. Da ist man als Hund, aber auch als Herrchen, dankbar, ein Handy greifbar zu haben. Die Polizei wurde alarmiert, Die beiden Flieger wurden befreit - nach fünf Stunden in der Baumkrone. Herrchen hatte ein paar Kratzer, Der Chihuahua blieb unverletzt.

(Tages-Anzeige, 3. März 2008, Seite 12)




Der fliegende Chihuahua (2)

PORTLAND – Bei Herrchen im Auto mitzufahren, ist für einen Chihuahua nichts Besonderes. So richtig freuen konnte sich der Hund letzte Woche allerdings nicht über sein Herrchen Scott Calderon. Unterwegs in der Nähre von Portland im US-Bundesstaat Oregon musste Calderon plötzlich bremsen, weil eine Brücke gesperrt war. Aber der Hund sass unter dem Bremspedal, Calderon versuchte vergeblich, das Tier mit den Füssen beiseite zu schieben. Seine Hände konnte er nicht benutzen, denn in der einen hielt er einen Kaffee, in der anderen ein Handy. Und dann ging alles sehr schnell. Calderon riss das Steuer herum (was aus Kaffee und Handy wurde, lässt der Bericht des Lokalsenders Katu offen), der Wagen krachte durch einen Zaun, die Airbags platzten auf, das Auto flog einen Hang hinunter, landete in einem Fluss. Die Polizei kam. Es dauerte zwei Stunden, bis die beiden wieder in Sicherheit waren. Calderon hatte ein paar Kratzer. Der Chihuahua blieb unverletzt.

(Tages-Anzeige, 3. März 2008, Seite 12)




Er hat mehr als neun Leben

PHOENIX (USA) – Drei Wochen in einem Container ohne Futter, ohne Wasser, ohne frische Luft. Wahrlich, das braucht mehr als neun Leben. Meatloaf heisst der neun Monate alte Kater, der diese unglaubliche Geschichte schrieb.

Meatloaf ist in Pompano Beach in Florida zu Hause, wo er gern die Nachbarkatze Calle besuchte, auch nachts. Dumm nur: Der Besitzer von Calle, Thomas Jemmet, zog vor drei Wochen ins fast 4000 Kilometer entfernte Phoenix im US-Bundesstaat Arizona. Seine Siebensachen packte Jemmet in ein Container - in einem unbeaufsichtigten Moment muss Meatloaf in den Container geschlüpft sein. Und dort blieb er auch.

Drei Wochen lang hörte keine Menschenseele sein klagendes Miauen – erst letzten Dienstag wurde ein Arbeiter der Lagerhalle in Phoenix, wo der Container stand, hellhörig. Weil der Besitzer nicht ans Telefon ging, öffneten die Arbeiter den Container unter Video-Aufsicht – heraus schlüpfte Meatloaf, abgemagert, dehydriert, aber munter. Wenig später traf Jemmet im Lagerhaus ein, der Meatloaf sofort erkannte und die Besitzerin, die 21-Jährige Amanda Kaufman, informierte.

Sie habe, sagte Kaufman dem "Miami Herald", Meatloaf praktisch schon aufgegeben und einen Hund kaufen wollen, weil es keinen zweiten Kater wie ihn gebe. Bei seiner Rückkehr nach Florida will sie eine Party schmeissen. "Er ist jetzt prominent."

(News, 22. Februar 2008, Seite 32)


Der letzte Liger Europas ist tot

HAMBURG – Bahir wurde 19 Jahre alt, gestern ist der wohl letzte Liger Europas gestorben. Liger? Das ist kein Druckfehler. Wie das Wort, so ist auch das Tier eine Kreuzung aus Tiger und Löwe. Bahir, der seit 2002 im Grömitzer Zoo Arche Noah gelebt hatte, musste eingeschläfert werden. Zuletzt sei es dem Tier auf Grund von Altersschwächer sehr schlecht gegangen, erklärte Zoodirektor Ingo Wilhelm am Mittwoch: Raubkatzen würden in der freien Wildbahn nur zwischen 10 und 12 Jahre alt.

Nur in Gefangenschaft
Liger kommen nach Wissen des Zoodirektors in ihrer – zumindest theoretisch – natürliche Umgebung nicht vor. Solche Kreuzungen gebe es nur durch Züchtung in Gefangenschaft. Und auch dann seien sie selten. Der Zooleiter kennt in Europa keine weiteren Orte, an denen Liger gehalten werden: "In Russland soll es aber einen geben, und auch ein paar in China."

Den damit wohl letzten europäischen Liger hatte die Arche Noah vor fast sechs Jahren aufgenommen, nachdem das Tier aus nicht artgerechter Haltung befreit worden war. "Das Tier hatte ein paar gute Jahre bei uns, das war unser Anliegen", freut sich der Zoodirektor. Das nun freistehende Gehege soll bald mit reinrassigen Tieren besetzt werden.

Die Züchtung von Ligern ist für Wilhelm kein Thema: "Das ist normalerweise kein Ziel von Zoos". Die Arche Noah habe allerdings 1990 ungewollt Liger-Nachwuchs bekommen: Aus einer gemeinsamen Aufzucht von einem Löwen und einem Tiger waren drei Babys entstanden. Diese drei Raubkatzen seien aber bereits im vergangenen Jahr verstorben.

(Tages-Anzeiger, 7. Februar 2008, Seite 12)




Schildkröte 20‘000 Kilometer geschwommen

So weit wie diese Lederschildkröte ist noch kaum je zuvor eine Schildkröte geschwommen – zumindest nicht offiziell vermessen. Beim rekordhaltenden Tier handelt es sich um ein erwachsenes Weibchen von der Art der Lederschildkröten, wie die britische Zeitung „Guardian“ am Samstag unter Berufung auf den kalifornischen Forscher Scott Benson schreibt. Der Forscher hatte neun Schildkröten in Indonesien mit einem Sender ausgestattet und dann abgewartet. Die Siegerin startete 2003 und konnte während 647 Tagen verfolgt werden, bis die Batterien des Senders leer waren. Sie schwamm dabei von einem Strand im östlichen Indonesien aus etwa 20‘000 Kilometer weit quer durch den Pazifik bis an die nördliche Westküste der USA. Der Forscher Scott Benson benutzte den Rekord, um einen besseren Schutz für die Tiere zu fordern, die bis in 30 Jahren ausgestorben sein könnten. Das Problem sei, so der Forscher, dass sich die Schildkröten nicht an Grenzen hielten. Das bedeute, dass man zwar einzelne Strandgebiete unter Schutz stellen, aber nichts für die Tiere auf offenem Meer tun könne.

(NZZ am Sonntag, 10. Februar 2008, Seite 3)



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Python frass vier Golfbälle

BRISBANE -Schlangen können bekanntlich erstaunlich grosse Happen verschlingen. Aber einem Python in Australien wurde seine Gier fast zum Verhängnis. Auf der Jagd in einem Geflügelgehege hielt das Tier vier Golfbälle für Hühnereier und schluckte sie hinunter.... weiter
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Aufs Jahr 2008 haben wir zu den bereits bestehenden über 150 "schrägen Spots" erneut rund 50 neue aufgeschaltet. Mögen die – wiederum nicht ernst gemeinten – Tierfilmchen Ihnen hoffentlich mehr als einmal ein herzhaftes Lachen abgewinnen!
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