Rund dreissig Millionen für die Fellgewinnung bestimmte Tiere – d.h. hauptsächlich Nerze und Füchse, aber auch Iltisse, Luchse, Marderhunde, Nutrias (Sumpfbiber), Waschbären sowie Chinchillas – fristen ihr trostloses Leben hingegen auf sog. Zuchtfarmen in Gefangenschaft. Der Begriff "Farm" ist hierbei irreführend, da er weites Land, zufriedene Tiere und gewissenhafte Bauern suggeriert, was die Alltagswirklichkeit gefangener Pelztiere jedoch in keiner Weise widerspiegelt. Die üblichen Haltungsmethoden orientieren sich vielmehr – wie in der Massentierhaltung üblich – in erster Linie an ökonomischen Grundsätzen. Als artgerecht können die gebräuchlichen Verfahren bei weitem nicht bezeichnet werden, da sie den spezifischen Bedürfnissen der Tiere kaum Rechnung tragen. Die Pelztierhaltung ist geprägt durch eine Massierung vieler Tiere auf eng begrenztem Raum ohne jegliche Umweltanreize, was zu einer Vielzahl tierschutzrelevanter Probleme führt. Zuchtpelztiere verbringen in der Regel ihr ganzes Leben in kleinen Käfigen – die offiziell als "Gehege" bezeichnet werden – mit dünnen Drahtgitterböden (damit die Behältnisse nicht vom Kot gereinigt werden müssen) sowie mangelhaftem Schutz vor Witterungseinflüssen und Temperaturschwankungen. Als Folge davon zeigen die Tiere, die man einige Monate bei einseitiger, für ein schnelles Wachstum sorgender Nahrung hält, bis sie "reif" sind und "geerntet", d.h. auf oftmals brutale Art getötet und gepelzt werden, schwere Verhaltensstörungen wie Stereotypien, Kannibalismus oder Fell- und Schwanzbeissereien. Viele Tiere sind zudem mit erheblichen zuchtbedingten Erbschäden und Anomalien belastet. Bei Nerzen werden etwa "modische" Farbmutationen gezüchtet, die vollständig taub sind, deformierte Geschlechtsorgane aufweisen oder schwere angeborene Nervenstörungen zeigen. Die in Finnland gezüchteten sog. Superfüchse, die zwei- bis dreimal schwerer sind als normale Füchse und dementsprechend grössere Felle liefern sollen, leiden unter gravierenden Degenerationserscheinungen an Skelett, Kopf und Augen. Ausserdem können die Tiere ihr Gewicht kaum tragen, sodass sich die Beine beim Gehen durchbiegen.
Getötet werden die Tiere in der Regel durch Vergasen mit Kohlenmonoxid, Kohlendioxid oder gewöhnlichen Auspuffgasen bzw. durch Vergiften mittels einer in die Bauchhöhle oder direkt ins Herz injizierten Überdosis Narkosemittel oder Gift. Weitere häufig angewandte Methoden sind der Genickbruch oder ein Starkstromstoss durch an der Schnauze und im After angebrachte Elektroden. Bei den gängigen Tötungsmethoden wird in erster Linie darauf geachtet, dass das Fell der Tiere nicht beschädigt wird. Aus tierschützerischer Sicht sind diese Verfahren abzulehnen, da es beispielsweise immer wieder vorkommt, dass Tiere vor der Tötung nur unzureichend bzw. gar nicht betäubt oder nach unsachgemässer Tötung bei noch lebendigem Leib gehäutet werden. Für die Vermarktung der Felle haben die schlechten Haltungs- und Tötungsbedingungen übrigens keine wesentliche Beeinträchtigung zur Folge. Die von der Rauchwarenbranche regelmässig entgegengehaltene Behauptung, Pelztiere bekämen nur bei art- und verhaltensgerechter Haltung ein glänzendes und wertvolles Fell, ist erwiesenermassen unrichtig.
Das kurze Leben von Millionen auf Farmen gehaltenen Pelztieren besteht somit zur Hauptsache aus physischen und psychischen Qualen wie Bewegungsmangel, Angst, Stress, Infektionskrankheiten und Seuchen. Entgegen den Beteuerungen der Pelzindustrie haben sich die Zustände in den letzten Jahren kaum geändert. Bei Pelztieren handelt es sich in der Regel um sehr aktive Wildtiere mit enormem Platzbedarf. So durchstreifen beispielsweise Nerze in freier Wildbahn Gebiete von bis zu drei Quadratkilometern und verbringen die meiste Zeit in der Nähe von Wasser (ihre Schwimmhäute an den Füssen sind teilweise ausgebildet), während die in Familienverbänden lebenden Füchse sogar Hunderte von Kilometern umherziehen. Eine artgerechte Gefangenschaftszucht von Pelztieren ist nach wissenschaftlichen Erkenntnissen in Intensivhaltung überhaupt nicht möglich – schon gar nicht in Käfigen – und stellt generell eine gravierende Tierschutzwidrigkeit dar. Die Auffassung, dass sich wirtschaftlich rentierende Pelztierfarmen und eine artgerechte Haltung gegenseitig ausschliessen, wird durch verschiedene Untersuchungen belegt. Im Vergleich zu traditionellen Nutztieren können Pelztiere auch nicht als domestiziert bezeichnet werden, da man sie erst seit etwa siebzig Jahren in Farmen hält. Die Unterdrückung ihres enormen natürlichen Bewegungsbedürfnisses wirkt sich derart gravierend aus, dass die Intensität ihres Leidens entsprechend höher eingeschätzt werden muss als bei landwirtschaftlichen Nutztieren.
Einen Pelztier-Sonderfall stellt die Haltung von Chinchillas dar, die häufig auch in problematischer Heimtierzucht aufgezogen, womit oftmals Tierschutzverstösse und Betrug einhergehen. Mit dem Versprechen auf eine hohe Rendite verkaufen Händler teure Zuchtpaare an leichtgläubige Hobbyzüchter, die den Tieren die nötigen Bedingungen für die sehr anspruchsvolle artgerechte Haltung und die klimatischen Umgebungsverhältnisse nicht bieten können. Zudem halten sich die Händler anschliessend nicht an die Abmachung, die nachgezüchteten Tiere zurückzukaufen. Mitte der neunziger Jahre wurden in Deutschland eine Reihe skrupelloser Chinchillahändler verurteilt.