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>> Tierschutz / Einzelne Problembereiche / Versuchstiere / Verwendete Tierarten

Allgemeines

Bei den weltweit in Experimenten eingesetzten Tieren handelt es sich in erster Linie um Mäuse und Ratten, deren Anteil an der Gesamtzahl in der Regel zwischen 80 und 90 Prozent beträgt. In der Schweiz machte der Kleinnageranteil 2003 in bewilligungspflichtigen Versuchen rund 90 Prozent aus. Der Einzug von Mäusen und Ratten in die Versuchslaboratorien setzte spätestens 1929 im Rahmen der Entdeckung des Penicillins durch den britischen Bakteriologen Sir Alexander Fleming ein. Die älteste Generation aller Labormäuse - die den Namen DBA/2 trägt und insbesondere in der Krebsforschung eingesetzt wird - geht jedoch auf eine bereits 1909 durchgeführte Kreuzung zurück. Für die Verwendung von Kleinnagern spricht eine Reihe biologischer und praktischer Gründe, so beispielsweise ihre kurze Generationsdauer und ihr grosses Vermehrungspotenzial, aber auch ihr günstiger Stückpreis oder der Umstand, dass sie aufgrund ihrer geringen Körpergrösse und sozialen Lebensart Platz sparend zu halten sind. Aufgrund der Schnelllebigkeit von Kleinnagern können Versuchsauswirkungen auf ihre genetische Basis relativ rasch über Generationen hinweg beobachtet werden. Ausserdem sind pharmakologische Effekte infolge der hohen physiologischen Stoffwechselrate der Tiere gut feststellbar. Nicht unerwähnt bleiben soll aber auch eine bedeutende emotionale Komponente: Da Ratten und Mäuse historisch mit der Rolle als Schädlinge und Krankheitsüberträger behaftet sind - dies insbesondere für die mittelalterliche Pest und andere tödlichen Seuchen, wofür Ratten und Mäuse immer wieder verantwortlich gemacht wurden -, bestehen allgemein weniger moralische Bedenken für ihren experimentellen Einsatz. Weitere klassische Labortiere sind Meerschweinchen, Kaninchen, Hamster, Hunde (insbesondere der Beagle, der infolge seiner leichten Bindung an ein Leittier für Experimente bevorzugt wird), Katzen, Affen, Schweine und Hühner. Ebenfalls - wenn auch seltener - verwendet werden Ziegen, Schafe, Pferde, Maultiere, Rinder, Vögel, Amphibien (vor allem Frösche), Fische (fast ausschliesslich, jedoch in zunehmendem Masse in der Ökotoxikologie, wie beispielsweise im Rahmen von Gewässerverschmutzungsprüfungen) und Insekten; insgesamt gibt es kaum eine Tierart, die man nicht schon in Versuchen eingesetzt hätte. So wurden beispielsweise in den USA auch schon Elefantenexperimente für die Drogenforschung durchgeführt.


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Links zu diesem Thema

BVET Tabellen der Tierversuchsstatistik 2004
Tabellen - Anzahl Versuchstiere nach Tierart, Verwendungszweck und Schweregrad aufgeteilt
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BVET Tierversuchsstatistiken
Statistiken von 1994 bis heute
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Datenbank Tierversuche
Menschen für Tierrechte - Beschreibung von fast 3000 Tierversuchen an Katzen, Hunde, Hühner, Schweine, u.s.w.
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Fischnetz - Netzwerk Fischrückgang Schweiz
Fischnetz EAWAG/BUWAL - Seit Mitte der 80'er Jahre sind in den schweizerischen Fliessgewässern die Fangerträge bei den Bachforellen kontinuierlich um mehr als 40% zurückgegangen. Bei vielen Fischen wurden zudem Organschäden festgestellt. Es werden die ökologischen, chemischen, physikalischen und biologischen Zusammenhänge im Hinblick auf die Hypothesen zum Fischfangrückgang vertieft untersucht. Z.B wird nach Anzeichen von Gesundheitseffekten durch Östrogen wirkende Chemikalien gesucht
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Kanada - Tierversuchsstatistik 2002
Animal Use Survey (2002), Canadian Council on Animal Care (CCAC) - Anzahl Tierversuche, verwendete Tierarten, Anwendungsbereich (in Englisch)
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