Anstelle von Tierversuchen wurde früher vor allem von "Vivisektion" gesprochen, was für das lateinische sectio corporis vivi ("Aufschneiden lebendiger Körper") steht. Der Terminus wurde dann seit der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts kontinuierlich auf alle zu wissenschaftlichen Zwecken durchgeführten Eingriffe an Tieren erweitert. Obwohl sie meist synonym verwendet werden, sind die Begriffe "Vivisektion" und "Tierversuch" nicht identisch, da unter Vivisektion streng genommen nur schmerzhafte (beispielsweise chirurgische) Eingriffe ohne Narkose zu verstehen sind. Im Sinne einer Versachlichung der Diskussion ist der Bezeichnung "Tierversuch" der Vorzug zu gewähren, um nicht zu suggerieren, dass stets die Körper lebender Versuchstiere zerschnitten werden.
Neben einem allfälligen Gewinn an fachspezifischen Erkenntnissen ist bei Tierversuchen charakteristisch, dass man die eingesetzten Labortiere bewusst verschiedensten Belastungen aussetzt. Sie erfahren zum Teil beträchtliche physische und psychische Leiden, wie Schmerzen, Ängste oder dauerhafte Schäden und werden zumeist im Rahmen der Experimente bzw. in deren Anschluss getötet. Um die Ergebnisse nicht zu verfälschen, werden viele Versuche ohne Betäubung durchgeführt. Anderseits können aber auch schmerzlose Untersuchungen bei Tieren Panik und erhebliche Belastungen hervorrufen. Bei schweren Eingriffen ist ausserdem davon auszugehen, dass sogar narkotisierte Tiere erheblich leiden.
Bedienung
Ausführlichkeit
Qualitätsanspruch
Radikal für die Tiere
Wertschätzung
Lustfaktor
Nicht bewertet