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Zuchtsauen
Um als rentabel zu gelten, müssen Zuchtsauen halbjährlich mindestens zehn Ferkel werfen, wobei die Geburt nach einer Tragzeit von etwa 115 Tagen meist mit Hilfe von Hormonen künstlich eingeleitet wird. Für das Gebären und Säugen verbringt man die Muttertiere in spezielle Abferkelbuchten mit nicht eingestreuten Spalten- oder perforierten Böden, wo sie meist mit Brustgurten auf der Seite liegend angebunden bzw. in sog. Kastenständen (d.h. engen Holz- oder Metallgestellen, die kaum grösser sind als die Tiere selbst) fixiert werden, um die Ferkel nicht zu erdrücken. Die Stände sind so eng, dass sich die Schweine nur mühsam hinlegen und aufstehen bzw. überhaupt nicht umdrehen können. Während dieser über Wochen dauernden Prozedur wird nicht nur die Bewegungsfreiheit der Tiere stark eingeschränkt, sondern auch der Aufbau sozialer Beziehungen zu den Jungtieren nahezu verunmöglicht. Ausserdem fehlt den Tieren die Möglichkeit, den Liegeplatz zum Koten und Harnen zu verlassen.