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Legehennen
Mehr als 90 Prozent der europäischen Legehennen, d.h. über 250 Millionen Stück, fristen ihr Dasein in sog. Batteriehaltung in riesigen Stallkomplexen, die mitunter über ein Fassungsvermögen für Hunderttausende von Tieren verfügen. Die Hühner leben dabei in neben- und in bis zu acht Reihen übereinander angeordneten Käfigen, in denen man ihnen nahezu sämtliche natürlichen Verhaltensweisen verunmöglicht. Im Alter von etwa vier Monaten werden sie meist zu viert, zu fünft oder zu sechst in Gitterabteile zusammengepfercht, die kaum höher sind als die Tiere selbst: Die entsprechenden
EU-Bestimmungen verlangen für die Käfige eine Mindesthöhe von 40 Zentimetern (während eine Legehenne im Durchschnitt rund 38 Zentimeter hoch, 48 Zentimeter lang und 15 Zentimeter breit ist) und gewähren jedem Huhn ein minimales Bodenmass von lediglich 450 cm2, was nicht einmal der Fläche einer DIN A4-Seite entspricht. In diesen Käfigen verbringen die Legehennen dann die maximal 16 Monate bis zu ihrer Schlachtung. Aus ökonomischen Gründen hält man Legehennen heute in der Regel lediglich während einer einzigen Legeperiode, in der sie zwischen 300 und 350 Eier produzieren. Anschliessend werden die Tiere geschlachtet, obwohl sie noch kaum ausgewachsen sind und naturgemäss noch über Jahre hinweg Eier legen könnten (Hühner würden normalerweise bis zu zehn Jahre alt, in denen sie zwischen 1000 und 2000 Eier produzieren).
Die Tiere verbringen ihr gesamtes Leben auf einem schrägen Drahtrost, der ermöglicht, dass der Kot hindurch fällt und die Eier nach vorn auf ein Fliessband rollen, das diese zu einer Sammelstelle befördert. Wie der Abtransport der Eier funktioniert auch die Fütterung und Tränkung der Tiere vollautomatisch. Mit speziellen Kunstlichtprogrammen versucht man ausserdem, das Hormonsystem der Hühner mit dem Ziel der Steuerung ihrer Legezeiten zu beeinflussen und gleichzeitig zu verhindern, dass die Tiere aggressiv werden.
Literatur zu diesem Thema