Auch für die artgerechte Haltung von Hühnern, die natürlicherweise in Gruppen mit starkem Sozialgefüge leben und den Tag überwiegend mit Picken, Scharren und der Suche nach Nahrung verbringen, ist eine Vielzahl von Einzelaspekten zu berücksichtigen. So benötigen die Tiere neben einer optimalen Betreuung beispielsweise erhöhte Ruhe- und Schlafplätze oder -stangen, Auslauf, natürliches Tageslicht und eine Dunkelphase zur Erholung, Flatter- und Flugmöglichkeiten (am Boden gehaltene Hühner fliegen durchschnittlich 42 Mal pro Tag), Einstreu zum Scharren, Picken und dem für die Gefiederpflege wichtigen Sand- oder Staubbaden. Für Legehennen sind zusätzlich geschützte und ebenfalls eingestreute Nester erforderlich. Die in der Praxis verwendeten Geflügelhaltungssysteme werden diesen Anforderungen keineswegs gerecht und unterscheiden sich bezüglich ihrer Tierschutzrelevanz kaum von den Methoden der modernen
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"Brillen" für das Hausgeflügel
BVET - Die Brillen werden den Hühnern (und auch den Fasanen) auf der Nase mittels Durchbohren der Nasenscheidewand fixiert, um Problemen mit Kannibalismus und Federpicken vorzubeugen. Trotz der klaren Verbotslage werden solche Brillen noch immer verwendet
Auf Daunen, Seide und Honig verzichten
PETA - Weisse Gänse werden immer wieder gerupft, um aus den Daunen Füllungen von Steppdecken, Kissen und Ski-Anoraks herzustellen. Seide ist die Naturfaser, die Seidenraupen weben, um Kokons daraus herzustellen. Um die Seide zu gewinnen, kochen die Seidenlieferanten die Raupen bei lebendigem Leibe in ihrem Kokon. Bei grösseren Honigproduzenten ist es keine Seltenheit, dass der Bienenkönigin die Flügel ausgerissen werden
BVET - Merkblätter zur Geflügelhaltung
Richtlinien und Merkblätter klären Tierhaltende, Bauherren und Stalleinrichtende über die Haltung von Geflügel auf
BVET - Zentrum für tiergerechte Haltung Zollikofen
Information und Beratung für HalterInnen von Geflügel und Kaninchen
Die Jagd
Deutscher Tierschutzbund - Themen: "Hege" ist nicht gleichbedeutend mit Naturschutz. Stichworte: Aussetzen von jagdbarem Wild (Zuchtfasane in Bodenmassentierhaltung), der Jäger als "Ersatzraubtier", Jagd auf Wasservögel (Stress bei nicht jagdbaren Arten). Die Zahl der Jäger in Deutschland beträgt ca. 340.000. Der Umfang der Jagd ist beachtlich: Mittlerweile werden jährlich mehr als fünf Millionen Wildtiere durch Jäger getötet