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Geflügel
In Käfigen gehaltene
Legehennen leiden infolge der schrägen Drahtgitterböden häufig unter Eileiterentzündungen, schweren Bein- und Flügelverletzungen, geschwollenen Fussballen sowie ausgerenkten bzw. -gerissenen Zehen. Die normale Ausfallquote in einer Legeperiode beträgt zwischen 8 und 15 Prozent, wobei verletzte oder tote Tiere oft erst nach Tagen aus den Käfigen entfernt werden. Ausserdem verursacht die Bewegungsarmut Leberverfettungen und insbesondere Osteoporose (die sog. Käfiglähme), bei der die Knochen der Tiere spröde werden und rasch brechen (rund 30 Prozent der Hennen weisen entsprechende Frakturen auf). Die Osteoporose hat ihre Ursache neben der Bewegungsarmut auch in einem gravierenden Kalziummangel der Tiere, die für jedes gelegte Ei rund 10 Prozent ihrer Kalziumreserven verbrauchen, was auch durch eine unnatürliche Fütterung nicht kompensiert werden kann. Nicht selten treten auch Verformungen des Brustbeins und Wirbelsäulenschäden auf. Das gegenseitige Bepicken und die ständige Reibung an den Gitterstäben haben zudem ein lückenhaftes Federkleid und gerötete Hautstellen zur Folge.
Als eindeutige Tierquälerei ist letztlich auch das Stopfen von Gänsen und Enten für die Herstellung von foie gras zu beurteilen. Neben schweren Verletzungen am Schnabel, der Speiseröhre und dem bis zum Platzen gefüllten Magen verursacht die Zwangsfütterung eine Reihe von Funktionsstörungen (so beispielsweise drückt die zu 80 und mehr Prozent aus Fett bestehende Leber auf die Lungen und das Herz, was den Tieren die Atmung stark erschwert und sie bewegungsunfähig macht). Viele Tiere sterben an Peritonitis (Bauchfellentzündung), infizierten Wunden, Zirrhosen, Herzleiden, geplatzten Kröpfen oder verbluten langsam. Die enormen in der Leber angelagerten Fettmengen verändern ausserdem die Struktur des Organs, was die Vögel infolge des Verlusts der Fähigkeit zur Entgiftung toxischer Stoffe krankheitsanfälliger macht.