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Tierschutz / Einzelne Problembereiche / Heimtiere / Zucht
Einleitung
Seit rund einem Jahrhundert werden verschiedene Heimtierrassen zu Liebhaberzwecken und zunehmend auch als eigentliche Freizeitbeschäftigung gezielt gezüchtet. Unter tierschützerischen Gesichtspunkten ist dieser Aspekt unserer Wohlstandsgesellschaft vertretbar, solange dabei das Einzeltier und seine natürlichen Bedürfnisse im Vordergrund stehen. Wenngleich
gentechnische Methoden bislang keine Anwendung fanden, wird die Heimtierzucht mitunter jedoch ebenso gewissenlos betrieben wie jene von
landwirtschaftlichen Nutztieren. Problematische Zuchtziele sind bei Heimtieren aber nicht möglichst hohe tierliche Produktionsleistungen, sondern charakteristische Verhaltensweisen und vor allem ästhetische Gesichtspunkte, d.h. bestimmte äussere Erscheinungsbilder wie die Körpergrösse und -form, das Haarkleid bzw. Gefieder oder die Hautpigmentierung der Tiere. Dennoch kann auch bei Heimtieren eine rein leistungsbezogene, kommerzielle Verwendung im Vordergrund stehen. Zu denken ist in diesem Zusammenhang beispielsweise an die vor allem im angelsächsischen Raum praktizierte Zucht von Windhunden, die ihren Besitzern an Wettrennen hohe Gewinne einbringen sollen. Tierschutzrelevant ist hierbei neben den oftmals inakzeptablen Zucht- und Trainingsmethoden vor allem auch die Tatsache, dass alte oder verletzte Rennhunde nicht selten ausgesetzt werden und wesentlich zur allgemeinen
Streunerproblematik beitragen.
Literatur zu diesem Thema